Christbäume
Unsere Christbaumkulturen
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Allgemein

Unsere Christbaum Kulturen werden nachhaltig bewirtschaftet. Wir pflanzen jedes Jahr mehr Bäume nach als wir entnehmen. Die Kulturen werden möglichst schonend mittels extensiver Weidehaltung durch Shropshireschafe gepflegt, Unkraut welches durch die Schafe nicht gefressen wird (z.B. Dornen) versuchen wir ausschließlich mit Mähern und Motorsensen zu entfernen. Meist sind in und um unsere Kulturen Obstbäume und Hecken gepflanzt.

Pflanzen von Jungbäumen

Werkzeuge

Frischhaltesack

Frischhaltesack

Eines der wichtigsten Werkzeuge ist die Verpackung der jungen Bäumchen. Bereits in der Baumschule werden die Pflänzchen in die Säcke verpackt um während des Transports auf der Palette geschützt zu sein. 

Die Pflanzen, nach der Ankunft bei uns, in spezielle Pflanztragesysteme umzupacken hat sich nicht bewährt. Die Wurzeln der Pflanzen dürfen nicht austrocknen und sollten feucht/nass in die Erde gesteckt werden. Der Frischhaltesack dient gleichzeitig als Schutz vor dem austrocknen und als Transportbehälter den man beim manuellen pflanzen neben sich herzieht/trägt und auch auf der Pflanzmaschine als Schutz der Pflanzen dient. Auf dem Bild kann man gut erkennen das es sich hier um einen doppellagigen Papiersack handelt. 

Pflanzspaten

Pflanzspaten

Der Pflanzspaten ist in den letzten Jahren bei uns immer beliebter geworden. Auch schwächere Personen können den Spaten durch ihr Körpergewicht in den Boden rammen. Nach dem er im Boden steckt wird durch kräftige Vor- und Rückwärtsbewegungen ein Spalt erschaffen in welchen die Pflanze gesteckt wird. Wichtig ist dabei, wie bei allen Pflanzverfahren, die Wurzeln ausreichend tief in den Spalt zu stecken. Es dürfen keine Wurzeln aus der Erde schauen da der Baum sonst schnell austrocknen würde.

Nachdem die Pflanze gesetzt wurde sticht man mit dem Spaten einige Zentimeter neben dem Spalt erneut ein und drückt die Erde gegen den Baum. Dadurch wird der Baum fest umschlossen. Abschließendes festtreten der Pflanze sorgt für einen sicheren Stand. 

Wiedehopfhacke

Pflanzen mit der Wiedehopfhacke

Die Wiedehopfhacke ist das universelle Werkzeug um Jungbäume in die Erde zu bringen.

Vorteile:

  • Leicht
  • Kostengünstig
  • Am Hang ergonomische Haltung
Nachteile:
  • Nicht so schnell wie der Erdbohrer und die Pflanzmaschine


Pflanzrohr

Für Containerpflanzen (Ein Baum mit dichtem Wurzelballen in Form eines Blumentopfs inkl. Erde) wird das sogenannte Pflanzrohr verwendet. Da sich die Containerpflanzen bei uns nicht bewährt haben setzen wir es nicht mehr ein.


Erdbohrer


Pflanzmaschine

Pflanzmaschine

Die Pflanzmaschine ermöglicht es neue Weihnachtsbaumkulturen anzulegen und große Mengen in exakten Abständen zu pflanzen.

Das Wasserfass 

Der größte Feind frisch gepflanzter Bäume ist die Trockenheit. Bei schlechten Bedingungen vertrocknen schnell mehrere tausend, mühsam gesetzte, Pflanzen. Da kein Regentanz hilft gibt es nur die Möglichkeit die Bäume zu gießen. Mit einem großen Wasserfass oder Wassercontainern können auch mehrere hundert Pflanzen bewässert werden. Das bewässern ist allerdings nur auf frisch angelegten Kulturen möglich, in bestehenden sitzen die Pflanzen zu weit verstreut.

Die Weihnachtsbaumsorten

Nordmanntanne - (Abies nordmanniana)


Nobilistanne/Edeltanne - (Abies nobilis/Abies procera)


Korktanne/Felsengebiergstanne - (Abies lasiocarpa arizonica/ Abies lasiocarpa lasiocarpa)


Küstentanne/Grandis - (Abies grandis)


Blauchfichte/Blautanne - (Picea pungens glauca)


Koreatanne - (Abies koreana)


Concolor/Coloradotanne - (Abies concolor)


Rotfichte - (Picea abies)


Schwarzkiefer - (Pinus nigra)


Nikkotanne - (Abies homolepis)


Balsamtanne - (Abies balsamea)


Frasertanne - (Abies fraseri)




Freihalten der Kulturen

Werkezeuge

Der Freischneider

Der Motormäher

Die Shropshire Schafe


Kalken und Düngen

Nährstoffreiche Böden sind für Weihnachtsbäume genauso wichtig wie für jede andere Pflanze. Die jährliche Kontrolle der PH Werte und vorhandenen Nährstoffe hilft Engpässen möglichst früh entgegen steuern zu können. Ein Baum auf einem sauren Boden nimmt, auch wenn diese Ausreichend vorhanden sind, sehr schlecht Nährstoffe auf. Um den PH Wert des Bodens zu erhöhen wird Kalk ausgebracht. Für Weihnachtsbäume ist ein PH Wert von 6 bis 7 ideal, zu hoch darf er aber auf keinen Fall sein.

Neben PH Wert des Bodens ist das Zuführen von Nährstoffen essentiell wichtig um den Bäumen ein gutes Wachstum und eine schöne grüne Färbung zu geben. Bäume welche unter Nährstoffmangel leiden bekommen einen Grüngelben Farbstich.  

Pflanzenschutz bei Schädlingsbefall

In Ausnahmefällen können auch wir nicht komplett auf Schutz vor Schädlingen wie bspw. Spinnmilben oder anderen Schädlingen verzichten. Wir versuchen jedoch durch konsequente Kontrolle und schnelles Eingreifen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren. Pflanzenschutzmittel kommen nur im Frühsommer zum Einsatz.

Zäune

Rehe lieben Weihnachtsbaumknospen! Erst recht im Winter. Um unsere Bäume zu schützen und die Schafe drinnen zu halten sind alle Flächen konsequent mit Wildzäunen umgeben. Diese werden bei uns nur mit Pfählen aus Holz und Knotengeflechtzaun aus verzinktem Stahldraht aufgebaut. Auch wenn Holz nicht solange hält setzen wir aufgrund der Auswirkungen für die Natur und das Landschaftsbild keine Beton-, Kunststoff oder Stahlpfähle ein. Die ständige Kontrolle und Reparatur der Zäune ist eine sehr zeitintensive aber auch äußerst wichtige Arbeit. 

Die Auswahl der richtigen Bäume

Lauter Schnee...aber wo sind die Bäume?

So schön dieses Bild auch ist, ohne Markierungen an den erntereifen Bäume wären wir hier verloren. Jeder Baum müsste abgeschüttelt und bewertet werden. Um diese extrem zeitraubende und frustrierende Situation zu vermeiden zählen und markieren wir schon im Spätsommer/Herbst alle Bäume welche an Weihnachten geerntet werden dürfen. Diese Markierungen mit farbigen Etiketten findet man auch im tiefsten Schnee schnell.

Die Ernte

Anders als große Weihnachtsbaum Produzenten schlagen wir unsere Bäume täglich frisch. Sie können sich also sicher sein das ihr Baum nicht schon im November geschlagen wurde.

Zur Ernte setzen wir voll auf kleine und handliche Motorsägen der Firma Stihl. Mit ihnen wird der Baum gefällt und ggf. vertrocknete Ästchen an der Unterseite entfernt. Natürlich tragen wir bei dem Einsatz der Motorsäge Schnittschutzkleidung um Verletzungen zu vermeiden.

Anschließend ziehen wir die Bäume per Hand bis zum nächsten Weg und laden von dort die Bäume auf unseren Anhänger. Da wir aus ökologischen Gründen komplett auf Plastiknetze verzichten ist der Transport deutlich erschwert. Es passen bei weitem nicht so viele Bäume auf den Traktor und auch das Aufladen ist sehr viel anstrengender.

Nach der Fahrt mit dem Traktor werden die Bäume bei uns im Hof abgeladen und anhand unserer Preisliste der Preis für jeden einzelnen Baum bestimmt. Mit einem Preisschild versehen stehen die Bäume dann für unsere Kunden bereit. 

Der Verkauf 

Unsere Kunden haben die Qual der Wahl. Auf mehreren hundert Quadratmetern Verkaufsfläche stehen unsere Bäume bereit. In den Abendstunden natürlich auch beleuchtet. Wir nehmen uns gerne die Zeit Sie zu beraten und verpacken Ihren Traumbaum anschließend in unserer Verpackungsmaschine mit umweltfreundlichen Sisalschnüren. Diese sind im Gegensatz zu den herkömmlichen Plastiknetzen zu hundert Prozent aus natürlichen Rohstoffen hergestellt (Aus den Naturfasern der Sisal-Agave) und sind komplett biologisch abbaubar. Der Baum ist genauso wie bei einem Plastiknetz handlich geschnürt und kann gut transportiert werden. Im Hof können unsere Kunden (vor allem die kleinsten) unsere Schafe, welche sich im Winter im Stall befinden, entdecken. Für die Großen haben wir an den Wochenenden meistens auch noch einen Glühweinstand.

Ausschuss und Pflege

Nach dem das Weihnachtsfest gefeiert wurde geht es an das jährliche Aufräumen in den Weihnachtsbaumkulturen. Dort müssen alle unverkäuflichen, beschädigte und zu groß gewordene Bäume gefällt und gehäckselt werden. Das Endprodukt sind Hackschnitzel welche wir für die Befestigung von Verkaufsflächen und Wegen verwenden.