Geschichte
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Wie es damals war

Hofansicht 2005

Hofansicht heute (2005) und gestern (1955)

Hofansicht 1955


Bereits im Jahr 1071 wurde Trösel im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. Die Rede ist von 8 Hubengütern und einer Mühle. Trösel ist ein typisches Waldhufendorf im Odenwald, wie sie im Hochmittelalter gegründet wurden.

Der Helfertshof als eigenständiger Bauernhof bzw. Hubengut wird im Salbuch des Jahres 1654 unter der Bezeichnung Erhardts Hub erstmals als eines von dreizehn Hofgütern genannt. Näheres in der Ortschronik Trösel von 1971. Siehe auch auf der Homepage der Gemeinde Gorxheimertal. Der Name Helfert erscheint in den Unterlagen ab 1742, hier noch in der Schreibweise "Helferich".

Obwohl sich durch Heirat der Margarethe Helfert mit  Adam Kohl bereits 1833 der Familienname ändert, werden die Hofbewohner bis auf den heutigen Tag mit Helferts angesprochen. Daher der Name "Helfertshof".

Die Hofanlage befindet sich im Talgrund auf der Südseite und ist als Dreiseitenhof ausgeführt.

Die Hofgebäude sind unterschiedlichen Datums. Das Bauernhaus stammt aus dem Jahre 1791 und wurde von Peter Helfert als Fachwerk erbaut. Ein älteres Nebengebäude, der sogenannte Bau, war deutlich älter, mußte aber 1971 einem zweiten Wohnhaus weichen.  Die Fachwerkscheuer mit Kuhstall, Barn (Getreidestrohlager), Scheunentenne und Laubschoppen stammt aus dem Jahr 1834. An die Stelle einer früheren Wagenhalle trat 1952 ein Stallneubau für 14 Milchkühe, 3 Pferde und Jungvieh sowie großem Heuboden.

Das heutige Hofbild wird auch geprägt von zwei ehemaligen Silotürmen, die zwischenzeitlich umgestaltet und die Apfelkelter sowie den weihnachtlichen Glühweinausschank beherbergen. 


Viel Steine gab's und wenig Brot ...

Über viele Jahrhunderte und noch bis weit nach dem 2.Weltkrieg wurde auf dem Helfertshof nach dem gleichen System gewirtschaftet. In mühevoller Handarbeit und unter Einsatz von meist drei Pferden wurden die kargen Böden bewirtschaftet. 16 ha Ackerbau (Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, Buchweizen, Kartoffel, Klee, Rüben), 5 ha Wiesen und 16 ha Wald ernährten die Großfamilie und meist noch ein oder zwei Knechte und eine große Schar an Erntehelfern. Viel Durst gab's auch und die 6000 Liter Apfelwein aus dem Gewölbekeller reichten gerade mal ein gutes Jahr.


Johannes Kohl

Der Bauer Johannes Kohl mit Nachbarin Marie Gramlich beim Kartoffel einpflügen etwa im Jahr 1935


Bilder aus vergangenen Tagen

Der letzte Erntewagen

a) Der letzte Erntewagen (um 1940): Peter Kohl mit Erntehelfer und Tochter Hildegard

Binden der Getreidegarben

b) Franz Kohl beim Binden der Getreidegarben, um 1960

Franz und Peter

c) Franz und Peter, Söhne der beiden Helfertshof-Familien um 1955


Die Ahnengalerie ...

Adam Kohl V. mit Kindern (geb. 1859)

a) Adam Kohl V. mit Kinder (geb.1859)

Peter Kohl VII. und Katharina (geb. 1894)

b) Peter Kohl VII. und Katharina (geb. 1894)


Die Bauern auf dem Helfertshof (Jahr der Hofübernahme)

1742 Hans Adam Helferich

1784 Peter Helfert

1791: Erbaute das Bauernhaus

1811 Nikolaus Helfert

1833 Adam Kohl II und Katharina, geb. Helfrich

1834: Erbauten die Scheune

1860 Peter Kohl IV

1893 Adam Kohl V

1920 Peter Kohl VII und Johann Kohl

1952: Erbauten das Stallgebäude

1959 Franz Kohl und Maria geb. Brenneis

1971: Erbauten das zweite Wohnhaus

1962: Ausbau der Milchviehhaltung (Güllewirtschaft, Gärfuttersilos)

1968: Beginn des Christbaumanbaues

1970: Umstellung auf Nebenerwerb

1993 Claudia Maria und Raimund Kohl

Sanierung und Erhalt der historischen Hofgebäude

Beginn der Shropshire Schafzucht

2015 Sabrina und Lukas Kohl